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Männer 2. Liga: 23:34-Niederlage beim TV Unterstrass

Am letzten Samstag stürzte sich das Wolfsrudel in die neue Saison. Eine neue, verjüngte und hungrige Truppe machte sich auf den Weg nach Zürich, wo mit dem TV Unterstrass ein harter Brocken auf uns wartete. Die Stadtzürcher spielten letztes Jahr in der 1. Liga und sind berüchtigt für ihr schnelles Spiel. Wir unsererseits konnten noch überhaupt nicht einschätzen, wo wir stehen.

Zu Beginn des Spiels konnten wir dann mit den schnellen Städtern mithalten und das Resultat offen gestalten. Einzig ihr starker Kreisläufer stellte uns vor unlösbare Probleme und so mussten wir früh im Match unsere 3:2:1-Abwehr auf das weniger einstudierte 6:0 umstellen. In dieser Startphase konnten wir viele der Vorgaben von Coach Gese umsetzen. Wir spielten unsere Spielzüge mit Erfolg und zeigten einen schnellen, geordneten Gegenstoss. Doch leider schwanden irgendwann die Kräfte der Stammsechs und wir waren zu Wechseln gezwungen. Jetzt zeigte sich der Vorsprung des TV Unterstrass deutlich. Im Gegensatz zu uns trainiert diese Mannschaft schon mehrere Saisons mit den ungefähr selben Spielern und ihre Abläufe sind schon viel besser gefestigt als unsere. Wir mussten mit ungewohnten Situationen zurechtkommen und streuten bis zur Halbzeit zu viele Fehler ein. Wir liessen den TV Unterstrass innert acht Minuten vom 12:10 zum 18:12 vorentscheidend davonziehen.

In der Halbzeitpause motivierten wir uns nochmals und wollten den Match noch nicht verloren geben. Doch nur ein guter Kampfgeist reicht eben leider nicht immer, wenn man keine Leistung auf die Platte bringen kann. Die Städter spielten mit dem Polster im Rücken locker auf und zeigten uns unsere technischen und spielerischen Limiten auf. Mehr Worte will man eigentlich nicht mehr zu der zweiten Halbzeit verlieren. Wir spielten zum Teil unterirdisch und produzierten Fehler am Laufmeter. Fehlpässe folgten auf technische Fehler und der Gegner nahm diese Geschenke dankend an. Wir verloren nach einer rabenschwarzen zweiten Halbzeit mit 34:23. Das Resultat ist auch in dieser Höhe gerechtfertigt. Der Absteiger aus der 1. Liga zeigte uns heute unsere Grenzen auf, wobei wir ihn oft auch herzlich dazu einluden.

Nun heisst es über die Bücher zu gehen und aus den Fehlern zu lernen. Der Lichtblick in der Finsternis ist, dass alle Mitgereisten lange Spielzeiten erhielten und Ramon "Football" Tanner seine ersten 2. Liga-Tore seines noch jungen Lebens erzielte. Herzliche Gratulation und weiter so!!!! Ansonsten heisst es: Fehler analysieren… Match abhaken… nach vorne schauen!!!

Florian Mörgeli