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Frauen SG Meilen/Stäfa: 16:23-Niederlage in Kilchberg

Nach einer längeren Spielpause haben sich die Seedamen am Samstag für das zweite Saisonspiel in Kilchberg eingefunden. Die Stimmung vor dem Spiel war gut und das ganze Team hat sich gefreut, dass die Saison nach 5 Wochen endlich wieder weiterging.

Obwohl die Seedamen die Spielerinnen der Albis Foxes aus diversen bisherigen Zusammentreffen gut kannten, starteten sie verhalten ins Spiel. Die Deckung war solide, wodurch zu Beginn einige Gegentore verhindert werden konnten. Im Angriff fanden die Gastspielerinnen jedoch nur schwer ins Spiel und konnten gegen die 6:0 Verteidigung der Gegnerinnen nur wenig ausrichten. Leider wurden auch die Spielzüge, welche in den letzten Trainings ausgiebig trainiert wurden, nicht fertig gespielt und der Druck aufs Tor war teilweise nicht vorhanden. Die Gegnerinnen haben die daraus entstandene Unsicherheit zu Ihrem Vorteil genutzt und konnten viele Tore vom Flügel erzielen. Um die Mannschaft wieder aufzurütteln hat das Trainerduo ein Timeout genommen, was die Mannschaft vor dem Ende der ersten Halbzeit nochmals motivierte. Plötzlich hat das Zusammenspiel auch im Angriff gepasst und es konnten wichtige Tore erzielt werden. Die Seedamen konnten so den Rückstand aufholen und nach 23 Minuten stand es 7:7. Leider konnte der neu gewonnene Schwung nicht ganz bis in die Pause mitgenommen werden und die Seedamen mussten mit einem zwei-Tore-Rückstand in die Halbzeitpause.

Der Plan für die zweite Halbzeit war klar: Unser Spiel spielen und mit Druck aufs Goal gehen. Leider konnten die Seedamen dieses Ziel in den ersten Minuten nicht umsetzen. Viele Pässe waren ungenau, Torchancen wurden nicht genutzt und die Abschlüsse wurden zu schnell gesucht. Die Heimspielerinnen spielten ihr Spiel und zogen immer weiter davon. Im Team wachste zunehmend der Unmut und so führten die Gegnerinnen in der 45 Minuten mit 20:13. Trotz eines Timeout schafften es die Seedamen nicht, ihr unbeschwertes Spiel wieder zu finden. Im Angriff gelang nicht mehr viel und leider entstanden plötzlich auch in der Verteidigung Löcher, da die Absprache untereinander fehlte. Auch in der zweiten Halbezeit haben die Seedamen schöne Tore herausgespielt und in der Verteidigung einige Angriffe gemeinsam abgewehrt. Jedoch war die Leistung auch in den zweiten 30 Minuten alles in allem zu wenig konstant, was auf diesem Niveau nicht ohne Niederlage bleibt. So mussten die Seedamen die beiden Punkte bei einem Schlusstand von 23:16 in Kilchberg lassen.

Auf Seiten der Seedamen war dies die erste Meisterschafts-Niederlage seit dem Saisonbeginn 17/18, welcher sicherlich noch eine Weile schmerzt. Nichtsdestotrotz folgt am 26.10.2018 die nächste Chance, weitere zwei Punkte zu sichern - und dann sogar vor heimischem Publikum und mit neugewonnener Motivation.

Patrik Gloor