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Niederlage im Seederby und grosses Verletzungspech

Die Seedamen der SG Meilen/Stäfa besammelten sich am Samstagabend im Frohberg Stäfa, um zuerst das 2.-Liga-Seederby der Herren von Stäfa gegen Meilen zu sehen. Den Ausgang dieses Spiels erfuhren sie jedoch erst auf dem Weg an ihr Spiel in Thalwil gegen die SG Zürisee.

Im Hinspiel Ende September blieben die Punkte dank einer grandiosen Leistung in Meilen/Stäfa. Da das Spiel vor Wochenfrist gegen GC eher enttäuschend war, wollte man sich am späten Samstagabend von einer besseren Seite zeigen, in der Verteidigung wieder dicht stehen und vorne die Chancen nützen und viele Tore schiessen.

Vorneweg kann gleich gesagt werden, viele Tore gab es in der ersten Halbzeit nicht zu sehen. Beide Mannschaften taten sich sehr schwer, den Ball ins gegnerische Tor zu bringen. Nach 8 Minuten stand es erst 1:1. Auch zwischen der 10. und 15. Minute gelang einzig der SG Meilen/Stäfa zwei Tore. Die heimische Torfrau hatte zwar auch einen guten Tag, jedoch machten es ihr die Gäste auch etwas zu leicht, da die Abschlüsse zu wenig präzis waren. Trotzdem führten die Gäste in der 26. Minute mit 6:3. Das Heimteam fand gegen die agressive aber faire Deckung der SG Meilen/Stäfa auch kein Rezept. Die Verteidigungsarbeit der Seedamen war um einiges besser als im letzten Spiel und auch die Torhüterin konnte wiederum einige Schüsse parieren. Mit etwas Glück kam die SG Zürisee bis zur Pause aber noch auf 5:6 heran.

Das Ziel für die zweite Halbzeit war also, hinten weiterhin so zusammen zu arbeiten und im Angriff weniger Fehler zu machen und die Chancen zu nutzen. Doch bereits in der 2. Minute ein grosser Schock. Eine unglückliche Situation, ein Schrei, den die Seedamen nur zu gut kennen. Wie Ende Oktober 2018, gleicher Gegner und wieder erwischt es Claudia Cianciarulo. Erneut hat es ihr die Schulter ausgekugelt. Spielunterbruch und warten auf die Ambulanz. An dieser Stelle herzlichen Dank den beiden Helfern aus dem Zuschauerbereich für die fachmännische Unterstützung. Cla wünschen alle ganz gute Besserung!

Das Team war sich einig: jetzt erst recht! Mit viel Elan starteten die Seedamen erneut in das Spiel. Innert wenigen Minuten konnte man mit 10:6 in Führung gehen. Doch leider schlichen sich im Angriff wieder Fehler ein oder es fehlte auch am nötigen Glück und die SG Zürisee konnte bis zur 48. Minute wieder zum 11:11 ausgleichen. Immer wieder kamen die Seedamen zwar zum Abschluss, aber statt den Ball an der Torfrau vorbei ins Tor zu schiessen, wurde diese leider einige Male sozusagen abgeschossen und die Gegnerinnen konnten in den Gegenstoss starten. Leider muss man sagen, dass sich das heimische Publikum wie gewohnt nicht immer sehr fair verhielt. Offensichtich beeinflusste dies auch ein wenig die Schiedsrichterleistung, die bis anhin eigentlich sehr gut war. Doch bei einem der Gegenstösse sah er etwas, das sonst niemand gesehen hat und er zeigte einer der Seedamen direkt die rote Karte. Dies war in diesem emotionalen Spiel dann doch zu viel und in der 26. Minute ging das Heimteam mit 3 Toren in Vorsprung. Das Spiel endete mit 17:14 für die SG Zürisee.

Es gilt nun, das Spiel abzuhaken und sich auf die kommenden Spiele zu konzentrieren. Bereits am Donnerstag steht das Cup-Viertelfinale gegen die SG Rümlang-Unterstrass an. Dieses zu gewinnen und ebenfalls wie die Meilemer Herren ins Final4 zu kommen wäre natürlich eine wunderschöne Geschichte. Am nächsten Samstag empfängt man dann bereits wieder GC/Amicitia in Meilen, wobei sich die Seedamen für die Niederlage im Hinspiel revanchieren wollen.

Autorin: Dodo Wettstein