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Die Rechnung ist noch immer nicht beglichen

Die Seedamen trafen sich am Samstagabend zum ersten Saisonspiel im Jahr 2020 und zugleich zum ersten Spiel der Abstiegsrunde. Die Spielerinnen hatten mit den Gegnerinnen der SG Zürichsee noch eine Rechnung offen. So kam man im letzten Spiel in Thalwil während nur 15 Minuten wirklich auf Touren und hatte die Verletzung von Claudia Cianciarulo zu beklagen. Die Damen waren sich einig, man wollte dieses Mal von Anfang an kämpfen und zwei Punkte auf die andere Seeseite nehmen.

Die ersten Minuten des Spiels waren sehr ausgeglichen. Beide Mannschaften versuchten, mit viel Druck auf das Tor zu Chancen zu kommen. Die Gegnerinnen spielten im Angriff zum Teil sehr hektisch, womit die SG zu Beginn einige Probleme hatte. Man fand erst nach und nach ins Spiel. Trotzdem stand es nach zehn Minuten nur 6:5 für die SG Zürichsee. Das Spiel war in dieser Phase zwar sehr umkämpft, es gab aber auch auf beiden Seiten einige technische Fehler und Fehlwürfe. Sophie Münch im Tor rettete uns einige Male mit super Paraden vor einem noch deutlicheren Rückstand. Bis zur Pause mussten die Seedamen dann jedoch ein paar unglückliche Zeitstrafen absitzen, wodurch die SG Zürisee sich einen 3-Tore-Vorsprung erarbeiten konnte.  

Die Ziele für die zweite Halbzeit waren klar: In der Deckung die Mitte dicht halten und die Abschlüsse auf die Flügel leiten. Im Angriff mehr Spielzüge und flüssiger und mit mehr Geduld spielen. So konnten die Seedamen innert fünf Minuten zum 14:14 ausgleichen. Dank weiteren guten Aktionen lag zwischenzeitlich gar die Führung zum 16:14 drin. Danach kam aber wieder ein kleiner Einbruch der SG Meilen/Stäfa und die Gegnerinnen glichen zum 17:17 aus. Beide Mannschaften schenkten sich in dieser Phase nichts, um jeden Ball wurde gekämpft. In den letzten fünf Minuten des Spiels gab es dann aber gleich mehrere Fehlentscheidungen des Unparteiischen, was den Gegnerinnen den entscheidenden Vorteil brachte. Die Seedamen versuchten noch, den Sieg in Unterzahl zu erzwingen, doch es wollte nicht sein. Das Endresultat von 24:22 für die SG Zürisee ist ernüchternd.

Trotz allem muss man sagen, dass die SG Meilen/Stäfa eine starke Teamleistung gezeigt hat, auf welcher das Team weiter aufbauen kann. Bereits am nächsten Samstag haben die Damen beim Heimspiel gegen den HC Mutschellen die nächste Chance auf wichtige Punkte.

Autorin: Corinna Alder