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Hartes Brot zu beissen

Es waren einmal zehn, bis sich einer zwei Tage vor dem Turnier in Meilen eine leichte Hirnerschütterung zuzog. Den nächsten erwischte es in der letzten Nacht mit Magenkrämpfen. Und der dritte warf bereits nach dem ersten Spiel, das gegen Meilen trotz einer 4:3-Führung 6:11 verloren ging, wegen Ellbogenschmerzen das Handtuch. So blieben noch genau ein Torhüter und sechs Feldspieler, um die verbleibenden drei Partien à 30 Minuten zu bestreiten.

In der zweiten Partie standen physisch robuste Gegner aus Bülach auf dem Platz. Und wenn man dann selbst nicht ganz das Letzte aus sich rauskützeln kann, steht man als Zehnjährige gegen Zwölfjährige auf verlorenem Posten, sprich verliert 5:15. Kämpferisch gut war dann die Leistung gegen die ebenfalls körperlich überlegenen Witiker. Bis zum 8:8 hielten die Stäfner das Resultat ausgeglichen, dann zollten sie den mangelnden Wechselmöglichkeiten Tribut. Ein Fehlpass dort, ein Fehlwurf da und schon war die 13:17-Niederlage Tatsache.

In der letzten Partie des Tages gegen Volketswil machten sich die sieben Aufrechten das Leben selber schwer. Statt es auch mal ruhig angehen zu lassen, saubere Pässe zu spielen und sich nicht kopflos ins Getümmel zu stürzen, wurden zu viele Anweisungen des Trainerduos, das sich auf der Bank ziemlich einsam fühlte, in den Wind geschlagen. Bei 9:9 und 50 Sekunden auf der Uhr kamen die Stäfner nochmals in Ballbesitz. Es passte ins Bild dieses Tages, dass die Stäfner den Gegenstoss der Volketswiler mit einem Fehlpass einleiteten. Danach schafften sie es in 15 Sekunden nicht, das Anspiel regelkonform auszuführen. Die letzte Chance auf den Ausgleich verstrich damit ungenutzt.

Zu üben gibt es im Training noch einiges. Erste Ansätze für eine zupackende, aktive Verteidigung oder dynamische Angriffsaktionen waren zu sehen. In diese Richtung muss es weiter gehen.