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Sieg zum Jahresauftakt

Mit einer kämpferisch ausgezeichneten Leistung und dem alles entscheidenden Siegestreffer drei Sekunden vor Schluss von Laurin Rinderknecht gewinnen die U19-Elite-Junioren ihr Auswärtsspiel gegen die HSG Nordwest 29:28.

Gegen den letztjährigen Schweizermeister aus Basel brauchte es eine optimale Leistung, wollte man sich für die Heimniederlage zum Start der Saison revanchieren. Schnell wurde klar, wie dank Neuzugang Patrick Zollinger und den wiedergenesenen Spielern wie Filigrantechniker Leopold, Aggressivleader Hofmann oder Abwehrstratege Beer die erhoffte Stabilität und körperliche Robustheit ins Spiel der Stäfner zurückkehrte. Somit glänzte die Verteidigung mit Schlussmann Kusnandar immer wieder mit bissiger Abwehrarbeit und machte dem Basler Heimteam das Leben schwer. Daraus entwickelte sich eine ausgeglichene Partie. Die Stäfner waren bereit den Abstiegskampf anzunehmen und zeigte in dieser ersten Halbzeit, dass sie gewillt waren, den Weg aus dem Tabellenkeller mit Kampf und grossem Siegeswillen zu erzwingen. Auf fehlende Dynamik und mangelnde Durchschlagskraft in der Offensive reagierte Coach Bienz umgehend mit dem siebten Feldspieler, was sich durchaus positiv auszahlte. Während Kusnandar hinten mit tollen Paraden zu Hochform auflief, waren es vorne, unter starker Regie von Rinderknecht, die Flügelspieler Leopold und Schmidt, die das Spielgeschehen diktierten. Ein erstes Highlight der Partie besiegelte die erstmaligen 3-Tore-Führung zum Pausenstand. Ein langer Flieger-Gegenstoss-Pass über das gesamte Spielfeld von Kusnandar auf Leopold, der den Ball unter Bedrängnis im Fliegen mit gefühlten 130 km/h in den Winkel hämmerte. Die Stäfner jubelten zurecht ab dieser tollen ersten Halbzeit.

Nach dem Pausentee machten die U19 Jungs aus Stäfa da weiter wo sie aufgehört hatten. Einer konsequenten Deckungsarbeit, mit dem einmal mehr glänzend agierenden Abwehrchef Erni, folgten immer wieder erfolgreiche Tempogegenstösse. Der Spielstand pendelte sich bei 3-4 Toren Vorsprung ein. Stäfa war in dieser Phase das klar bessere Team. Der gesundheitlich leider noch immer angeschlagenen Joel Gorlé konnte in dieser Phase mit souverän verwandelten Siebenmeter seinen wichtigen Beitrag leisten. Stäfa zeigte eine kämpferisch geschlossene Mannschaftsleistung. Der Teamspirit war grossartig und zog die mitgereisten Fans in diesem nervenaufreiben Spiel in ihren Bann.

Als Zollinger in der 57. Minute zum 27:23 erhöhte, dachten wohl Einige bereits an den sicher geglaubten Sieg. Die Baselbieter gaben aber nicht auf und bewies in dieser Phase, weshalb sie im letzten Jahr zurecht Schweistermeister geworden sind. Es folgte die turbulente und hart umkämpfte Schlussphase. Die Stäfner wurden plötzlich nervös. Vier technische Fehler innerhalb von drei Minuten ermöglichten dem Heimteam das Skore bis kurz vor Schluss doch noch auszugleichen. Es blieb noch ein Angriff der Stäfner U19 beim Stand von 28:28 und es sollte das letzte grosse Highlight der Partie folgen. U19 Nati-Regisseur Laurin Rinderknecht schnappte sich den Ball, holte erst eine Zeitstrafe raus, und erzwang danach per wunderschönem Schlenzwurf die verdiente Entscheidung zum Sieg.

Mit diesem vielumjubelten Tor zum Endresultat von 29:28 sicherte sich Stäfa die ersten beiden wichtigen Punkte im Kampf gegen den Abstieg. Das Coachingduo Bienz/Baumgartner zeigte sich am Ende zurecht stolz auf seine Jungs, mahnte aber zugleich die Bäume jetzt nicht in den Himmel wachsen zu lassen. Dieser Sieg war ein erster wichtiger Schritt von einem langen Weg raus aus dem Tabellenkeller. Nur wenn wir weiterhin mit vollem Engagement solidarisch weiterkämpfen, werden wir am Ende erfolgreich sein. Mit der richtigen Mentalität glauben wir an die Siegeschance gegen jeden Gegner aus dieser U19 Elite Gruppe. Die beiden erfolgreichen Auswärtsspiele gegen Bern vor Weihnachten und nun zum Jahresbeginn gegen Basel geben uns deshalb vor allem eines: Das nötige Selbstvertrauen optimistisch und positiv in die Zukunft zu blicken.


Autor: Fabian Baumgartner